Der ultimative Tauchschein Ratgeber 2020 | Varianten, Kosten, Bedingungen

Du möchtest einen Tauchschein machen? - Bei uns findest du alle wichtigen Informationen, Bedingungen und Antworten auf deine Fragen!

Veröffentlich am: 28. Oktober 2020 | Zuletzt aktualisiert am 21. Juni 2021

Autor

Vito Buchhammer

Immer für einen Spaß zu haben. Und nach der Action ans Lagerfeuer am Strand.

Die schöne und geheimnisvolle Unterwasserwelt ist vielen nur aus Film und Fernsehen bekannt. Sehr viele Menschen träumen jedoch davon, diese einmal im echten Leben entdecken zu können. Allein in Deutschland ist das Interesse am Tauchen in den letzten Jahren stark angestiegen. In Zahlen sind dies laut Statista 470.000 Tausend Menschen. Dementsprechend hoch ist auch die Nachfrage nach einer Tauchausbildung.

Möchtest auch du mal nach Korallen und Fischen tauchen? In diesem Artikel möchten wir dir die wichtigsten Fragen zum Thema Tauchschein beantworten, sodass du optimal für die Ausbildung vorbereitet bist.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Tauchschein

Inhaltsverzeichnis

Im Folgenden listen wir dir die wichtigsten und häufigsten Fragen zum Thema Tauchschein auf. Zu jeder dieser werden wir dir kurz und knapp die passende Antwort an die Hand geben. Das Ziel ist es, dass du danach bestens auf deine Tauchausbildung vorbereitet bist.

Tauchschein? – was ist das?

Unter einem Tauchschein versteht man einen Nachweis für eine erfolgreich absolvierte Tauchausbildung. Dieses Tauchabzeichen wird auch Brevet genannt. Alle durchgeführten Tauchgänge werden in einem Logbuch eingetragen. Dieses soll die Erfahrung und den Ausbildungsstand eines Tauchers dokumentieren.

Wie sieht ein Tauchschein aus?

Ein einheitliches Aussehen gibt es für den Tauchschein nicht. Schließlich handelt sich bei einem solchen nicht um ein amtliches Ausweisdokument. Sie variieren deshalb je nach Ausbildungsanbieter und Ausbildungsstand. Meistens jedoch werden diese im Scheckkartenformat ausgegeben.

Die Vorderseite ist meist schön dekoriert und zeigt den Ausbildungsstand auf. Die Rückseite wird für die personenbezogenen Daten wie Name, Geburtsdatum und Datum der Ausbildung genutzt. Auch ein Foto darf natürlich nicht fehlen.

Ist das Tauchen ohne Tauchschein verboten?

Nein. Das Tauchen ist ohne Tauchschein ist in Deutschland nicht verboten. Wenn du also an der Ostsee- oder Nordseeküste auf Tauchstation gehen möchtest, dann kannst du das tun. Es gibt keine gesetzliche Vorschrift für einen derartigen Nachweis.

Für was braucht man einen Tauchschein?

In erster Linie dient ein Tauchschein deiner eigenen Sicherheit. Die notwendige Ausbildung bereitet dich auf mögliche Gefahren und Risiken vor. Du lernst alles wichtige zur Ausrüstung kennen und sammelst Erfahrung. Im Grunde genommen ist es wie beim Skifahren. Für diesen Sport wird auch kein Ausbildungsnachweis benötigt.

Dennoch verlangen die meisten seriösen Tauchveranstalter einen Tauchschein. Zum einen sind diese natürlich an deiner Sicherheit interessiert. Zum anderen hat dies auch Versicherungstechnische Gründe. Gleiches gilt ebenso für den Verleih von Tauchausrüstungen. Ohne einen Tauchschein kannst du eine solche nicht ausleihen.

Übrigens: In manch anderen Ländern der Welt ist das Tauchen ohne Tauchschein illegal. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es zum Beispiel in Australien.

Welche Tauchscheine gibt es?

Es gibt verschiedene Tauchscheine. Mit jeder weiteren Trainingseinheit und Ausbildungsmaßnahme kann das persönliche Erfahrungslevel gesteigert werden. Jedoch ist für jede Stufe auch ein mündlicher und schriftlicher Abschlusstest zu absolvieren. Jede Weiterbildung ist schlussendlich auch im Tauchschein einsehbar. Darüber hinaus gibt es noch weitere Spezialkurse. Teilweise werden diese aber auch für eine höhere Stufe verlangt.

Welche Tauchschein Stufen gibt es?

#1: Einführungsprogramm (ISO 11121)
Am Anfang der Tauchausbildung ist meist ein Schnuppertauchgang angesetzt. Bei diesem wird getestet, ob du den Anforderungen und Herausforderungen gewachsen bist. Meist findet die erste Stunde in einem Pool oder in begrenztem Freiwasser statt. Du lernst dort, wie das Atmen unter Wasser funktioniert.

#2: Beaufsichtigter Taucher (Supervised Diver) (ISO 24801-1)
Dies ist die erste erreichbare Stufe. Diese erlaubt es dir, mit einem ausgebildeten Tauchlehrer zu tauchen. Deshalb lautet der Titel auch “beaufsichtigter Taucher”.

#3: Einsteiger (Autonomous Diver) (ISO 24801-2)
Mit weiterer Erfahrung kann der Status “Einsteiger” erreicht werden. Dieser erlaubt es dir, mit anderen Personen zu Tauchen, die mindestens dieselbe Stufe erreicht haben. Die maximale Tiefe liegt zudem bei 18 Meter.

#4: Fortgeschrittener (Advanced Diver)
Mit dem Fortgeschrittenen-Tauchschein hast du die Erlaubnis einen Tauchgang selbstständig vorzubereiten. Darüber hinaus bist du dazu befähigt, eine Tauchgruppe anzuführen. Du erhältst für dieses Abzeichen eine besondere Schulung in den Bereichen Orientierung, Gruppenführung und Navigation.

#5: Rettungstaucher (Rescue Diver)
Mit dem Status Rettungstaucher bist du dazu in der Lage dich selbst und andere Taucher zu retten. In der Vorbereitung für diesen Tauchschein wirst du mit der schnellen Problemerkennung und -lösung vertraut gemacht. Ebenso erlernst du in dieser Stufe auch das Notfallmanagement. Voraussetzung für dieses Abzeichen ist ein maximal zwei Jahre alter Erste-Hilfe-Kurs.

#6: Tauchguide (Dive Leader) (ISO 24801-3)
Mit diesem Tauchabzeichen erreichst du eine Führungsposition. Du trägst damit ab sofort große Verantwortung. Du bist dafür verantwortlich, dass alle Tauchschüler sicher Tauchen können. Dir wird also ein gewisses Maß an Kontrolle übertragen. Eine Tauchprüfung darfst du deswegen aber noch nicht abnehmen. Während der Ausbildung für diesen Tauchschein werden deine Kenntnisse für die Ausführung und Planung bei Notfällen weiter ausgebaut und vertieft. Voraussetzung für dieses Brevet sind:

  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • ein ärztliches Gesundheitszeugnis
  • ausreichend Taucherfahrung (mind. 65 Tauchgänge)

#7: Tauchlehrer (Scuba Instructor) (ISO 24802-1 & ISO 24802-2)
Die höchste Stufe bei den Tauchscheinen ist der des Tauchlehrers. Sobald du im Besitz dieses Scheins bist, darfst du Tauchanfänger ausbilden. Gleiches gilt auch für Spezialkurse. Notwendig für den Tauchlehrer sind:

  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • ein ärztliches Gesundheitszeugnis
  • ausreichend Taucherfahrung (mind. 6 Monate als Tauchguide aktiv)

#8: Spezielle Tauchscheine (Specialties)
Neben den eben vorgestellten Tauchschein-Stufen kannst du noch weitere Qualifikationen erlernen. Dazu gehören:

  • das Eistauchen
  • das Tieftauchen
  • das Solotauchen
  • das Nachttauchen
  • das Kindertauchen
  • das Höhlentauchen
  • das Bergseetauchen
  • das Strömungstauchen
  • das Behindertentauchen
  • das Orientierungstauchen

Es gibt darüber hinaus noch Tauchkurse für:

  • den Meeresbiologen
  • den Süßwasserbiologen
  • die Unterwasserfotografie
  • die Unterwasservideografie

Hinweis: Für den Tauchlehrerschein können, je nach Tauchschule, verschiedene Spezialkurse benötigt werden.

Was ist ein OWD Tauchschein (open water diver)?

Der “Freiwasser-Tauchschein” ist im Grunde genommen der Tauchschein für die Einsteiger. Wie bereits oben beschrieben, erlaubt dir der OWD Tauchschein das Tauchen mit einem Freund. Dieser muss mindestens dieselbe Stufe erreicht haben. Bis zu 60 Fuß (18 Meter) darf es in die Tiefe gehen und das auf der ganzen Welt.

Tauchschein: Wie tief darf ich tauchen?

Eine gesetzliche Tiefengrenzen gibt es nicht. Dennoch geben die verschiedenen Tauchverbände ähnliche Werte für den Tauchschein an. Mit dem Status “Einsteiger” kannst du bis zu 20 Meter in die Tiefe gehen. Sporttauchern wird beim Tieftauchen maximal 40 Meter empfohlen. Schließlich wird der Sauerstoff ab einer Tiefe von 66 Metern toxisch.

Ab wann können Kinder einen Tauchschein machen?

Kinder dürfen einen Tauchschein zwischen 10 und 14 Jahren machen. Das Mindestalter variiert von Verband zu Verband. Jedoch ist nicht nur das Alter ein wichtiger Faktor. Ebenso muss die körperliche und geistige Gesundheit sowie ausreichend Kondition und Kraft gegeben sein. Die Begeisterung fürs Tauchen und Angstfreiheit dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Tauchschein: Was benötige ich?

Für den Tauchschein notwendig ist grundsätzlich die Begeisterung für das Tauchen. Darüber hinaus benötigst du auch eine Ausrüstung. Dazu gehört eine Tauchermaske sowie ein Schnorchel. Nicht zu vergessen sind außerdem die Flossen. Bei der Wahl der persönlichen Ausrüstung ist es wichtig, dass die Passform und der Tragekomfort auf dich abgestimmt sind. Du musst dich darin wohlfühlen können. Das restliche Equipment, wie der Sauerstoff, wird von deiner Tauchschule zur Verfügung gestellt.

Tauchschein: allgemeine Voraussetzungen

Damit du den Tauchschein machen kannst, musst du selbstverständlich ein paar grundsätzliche Anforderungen erfüllen. Dazu gehört unter anderen eine psychische und körperliche Gesundheit. Darüber hinaus solltest du dich natürlich im Wasser wohlfühlen. Eine Angst vor der Ausrüstung oder dem Wasser sollte nicht vorliegen. Je nach Tauchschule ist ein Mindestalter von 10 bis 14 Jahren zu erfüllen.

Tauchschein: gesundheitliche Voraussetzungen

Da der gesundheitliche Aspekt mitunter der Wichtigste ist, möchten wir hier noch einmal tiefer in die Materie einsteigen. Generell solltest du Vorerkrankungen wie z. B. Diabetes sehr ernst nehmen. Früher konnten Diabetiker beispielsweise keinen Tauchschein machen. Mit ärztlicher Absprache und unter gewissen Vorkehrungen ist dies heute aber möglich.

Du solltest darüber hinaus auch keine Probleme mit der Nase, den Ohren oder der Lunge haben. Schließlich sind gerade diese Organe beim Tauchen höherer Belastung ausgesetzt. Ausreichend Kondition und Kraft sind natürlich ebenso ein Teil der Tauchschein Voraussetzungen. Es ist also sehr ratsam, eine ärztliche Untersuchung durchzuführen. Über gesundheitliche Voraussetzungen kann dir dein Hausarzt noch weitere Details erklären.

Wichtig: Solltest du Allergiker sein, so musst du diese deinem Hausarzt unbedingt mitteilen. Schließlich kann selbst eine Tierhaarallergie oder ein Heuschnupfen beim Tauchen gefährlich werden. Den die Luft in den Sauerstoffflaschen kann Aeroallergene enthalten.

Welche Untersuchung ist für den Tauchschein wichtig?

Beim ärztlichen Check Up sollten folgende Untersuchungen vorgenommen werden:

  • die Belastung der Ohren (Wasserdruck)
  • eine EKG-Untersuchung
  • ein Lungenfunktionstest

Es können noch weitere Untersuchungen notwendig sein, sollte der Verdacht einer Vorerkrankung vorliegen. Dies entscheidet jedoch der Arzt.

Ist ein Tauchschein mit Asthma möglich?

Für Asthmapatienten stellt das Tauchen eine ganz besondere Gefahr dar. Aus diesem Grund ist ein Tauchschein nur bei leichtem Asthma möglich. Es ist unbedingt notwendig, dass das Asthma kontrolliert werden kann und die Lungenfunktion normal ist. Grundsätzlich dürfen eine Woche vor dem Tauchgang keine Asthmasymptome auftreten. Dafür kann eine Inhalationstherapie notwendig sein. Natürlich muss auch die Tauchschule mit dem erhöhten Risiko umgehen können.

Ist ein Tauchschein mit Epilepsie möglich?

Epileptiker gehören wie Asthmatiker zu einer besonderen Risikogruppe. Jedoch kannst du mit Epilepsie keinen Tauchschein machen. Der Allergologe, Schlaf- und Tauchmediziner Dr. Kaid Darwiche von der Ruhrlandklinik begründet die Untauglichkeit mit der erhöhten Gefahr für einen Ertrinkungstod. Schließlich ist das Tauchen eine besondere Stresssituation und gerade solche können einen Anfall provozieren.

Wie lange dauert der Tauchschein?

Grundsätzlich musst du mit einer vier- bis fünftägigen Ausbildung rechnen. Pro Tag werden dabei eine Theorieeinheit sowie zwei Tauchgänge durchgeführt. Die Tauchgänge selbst können dabei, je nach Tauchschule, in einer Poolanlage oder in einem Freiwasserbecken stattfinden. Im Ausland kann die Prüfung teilweise aber auch in drei Tagen vollkommen abgeschlossen werden.

Wie lange ist der Tauchschein gültig?

Wenn du deinen Tauchschein bei einem anerkannten Verband gemacht hast, so ist dieser lebenslang gültig. Jedoch ist es wichtig, dass du regelmäßig deine Tauchtauglichkeit überprüfen lässt. Bis zu deinem 40. Lebensjahr ist ein Zyklus von zwei Jahren ausreichend. Danach sollte diese Untersuchung jährlich stattfinden.

Ist ein internationaler Tauchschein für das Ausland notwendig?

Einen “internationalen Tauchschein” im Eigentlichen Sinne gibt es nicht. Wenn du nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland tauchen möchtest, solltest du deinen Tauchschein bei einem der vier großen Verbände machen. Diese sind ebenso im Ausland bekannt. Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass dein Tauchschein in Englisch ausgestellt wird.

Ist der Tauchschein schwer?

Der Theorieteil beim Tauchschein ist relativ umfangreich. Wenn dir das Thema jedoch wichtig ist und du fleißig lernst, dann sollte dieser aber kein Problem für dich darstellen. Die Prüfung besteht meist aus 50-Multiple-Choice-Fragen. In der Praxis muss der gelernte Stoff umgesetzt werden. Als begeisterter Taucher kannst du das Brevet also durchaus schaffen.

Woher bekommt man das Tauchschein Lernmaterial?

Alles Wissen für den Tauchschein erhältst du von deinem Tauchlehrer beziehungsweise von deiner Tauchschule. Bei manchen Anbietern müssen jedoch noch Bücher oder Arbeitshefte dazugekauft werden. Du kannst dir darüber hinaus noch privat weiteres Wissen anlesen. Dafür gibt es zahlreiche Bücher, Videos und Blogs, die interessante und hilfreiche Informationen bereitstellen.

Wie lange dauert die Tauchschein Theorieprüfung?

Die Theorieprüfung für den Einsteiger-Tauchschein dauert nicht sonderlich lange. Du erhältst einen Zettel mit 50 Fragen, zu denen jeweils vier Antwortmöglichkeiten aufgelistet sind. Davon können entweder nur eine oder mehrere Antworten richtig sein. Wenn du also während der Theoriestunden geistig anwesend warst, dann solltest du diese Prüfung ohne Probleme meistern können.

Was sind typische Tauchschein Prüfungsfragen?

Während der Theoriestunden als auch während der Tauchgänge wirst du von deinem Tauchlehrer jede Menge Wissen vermittelt bekommen. In der Theorieprüfung wirst du dann einige Fragen vorgelegt bekommen, die du richtig beantworten musst. Im folgenden möchten wir dir drei typische Prüfungsfragen für den Tauchschein vorstellen:

Frage #1:Welche medizinischen Voraussetzungen sollten für den Tauchschein mitgebracht werden?

  • Eine Selbstauskunft zur persönlichen Gesundheit
  • Eine ärztliche Untersuchung ist nicht nötig
  • Ein ärztliches Attest zur Tauchtauglichkeit genügt
  • Ein ärztliches Attest zur Tauchtauglichkeit für Berufstaucher ist notwendig

Frage #2:Welche drei Bestandteile gehören zu den Wichtigsten für deine Tauchausrüstung?

  • Maske, Flossen, Schnorchel
  • Maske, Shorty, Flossen
  • Maske, Schnorchel, Badehose
  • Maske, Shorty, Schnorchel

Frage #3:Welche Beschaffenheit ist für deine Flossen wichtig?

  • Sie sollte gut sitzen und dem Trainingsstand angepasst sein
  • Sie sollte möglichst lang sein, damit man schneller vorankommt
  • Sie sollte möglichst hart sein, damit man schneller vorankommt
  • Die Antworten b) und c) sind richtig

Kannst du diese Fragen unvorbereitet beantworten?

Welche Leistung ist für den Einsteiger-Tauchschein nötig?

Für den Erhalt des Tauchscheins sind ein theoretischer und ein praktischer Teil notwendig. Für den Einsteiger-Tauchschein mit einem Stern müssen im praktischen Teil folgende Dinge gemeistert werden:

  • Mindestalter: 14 Jahre
  • 5-Meter Tieftauchen
  • 30-sekündiges Zeittauchen
  • 25-Meter Streckentauchen
  • vollständiges und korrektes Anlegen der Ausrüstung
  • 500-Meter Schnorcheln auf Zeit (mit ABC-Ausrüstung)
  • zweimaliges ins Wasser springen aus einem halben Meter Höhe

Welche Leistung ist für den Fortgeschrittenen-Tauchschein nötig?

Für die Fortgeschrittenen-Tauchschein sind im Praxistest folgende Aufgaben zu meistern:

  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Bleigurt unter Wasser anlegen
  • unter Wasser mit Tauchkompass orientieren
  • weitere ABC-Übungen und Prüfungstauchgänge
  • korrektes ausbalancieren in verschiedenen Höhen
  • Logbuch muss insgesamt 25 Tauchgänge vorweisen
  • Spezialkurse “Orientierung beim Tauchen” & “Gruppenführung” müssen absolviert werden

Welche Leistung ist für den Tauchguide-Tauchschein nötig?

Der drei Sterne Tauchschule ist der des Tauchguides. Um diesen zu erhalten müssen folgende Aufgaben gemeistert werden:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Logbuch muss insgesamt 65 Tauchgänge vorweisen
  • Spezialkurse “Tauch-Gruppenführer”, “Nachttauchen” & “Tauchsicherheit und Rettung” müssen absolviert werden
  • (ab 165 Tauchgängen und zwei Jahren Tauchverein-Mitgliedschaft wird der vier Sterne Tauchschein erreicht)

Kann man den Tauchschein online machen?

Der theoretische Teil kann bei vielen Tauchschulen auch online gemacht werden. Dafür stehen verschiedene Videos und Formulare zur Verfügung. Die Theorieprüfung wird jedoch meist mit den anderen Tauchschein-Anfängern absolviert. Schließlich besteht online eine hohe Möglichkeit für Schummeleien.

Was sind die Tauchschein Kosten?

Der Tauchschein ist nicht ganz günstig. Darüber hinaus variieren die Preise stark von Land zu Land und von Anbieter zu Anbieter. In Deutschland musst du für den Tauchschein in einer normalen Tauchschule zwischen 250 und 380 Euro einplanen. Für einen Privatkurs mit freier Zeiteinteilung werden zwischen 400 und 500 Euro fällig. Hinzu kommen dann noch die Ausrüstung und gegebenenfalls zusätzliche Lernmaterialien wie Bücher und Arbeitshefte.

Wo ist der Tauchschein am günstigsten?

Tauchen kostet immer etwas Geld. Den günstigsten Tauchschein in Europa gibt es auf der spanischen Insel Madeira. Durchschnittlich kostet das Abzeichen dort 234 Euro. Auf Platz 2 liegt Sardinien mit 273 Euro. Ein Tauchkurs auf Mallorca kostet durchschnittliche 288 Euro.

Wo gibt es den günstigsten Tauchschein der Welt?

Im europäischen Ausland sind die Preise für einen Tauchschein besonders tief. In den folgenden Ländern bekommst du deinen Brevet weltweit am günstigsten:

  • in Ägypten für durchschnittlich 232 Euro
  • auf Bali für durchschnittlich 245 Euro
  • in Thailand für durchschnittlich 260 Euro

Tauchschein im Urlaub machen – ist das möglich?

Du kannst deinen Tauchschein nicht nur in Deutschland machen, sondern auch während deines Urlaubs im Ausland. Im Bezug auf den Unterricht und die Inhalte sind diese ähnlich aufgebaut. Du solltest jedoch beachten, dass eine Tauchschule in einem anderen Land meistens nicht auf Deutsch geführt wird. Darüber hinaus musst du in puncto Kosten neben dem Preis für den Tauchschein ebenso den Flug und die Übernachtung mit einkalkulieren. Für einen Tauchschein im Urlaub sprechen vor allen Dingen viel Abwechslung und Spaß.

Muss man regelmäßig den Tauchschein auffrischen?

Nein. Ein regelmäßiges Auffrischen ist des Tauchscheins ist nicht notwendig. Zwar kann es sehr hilfreich sein, gerade wenn du lange nicht mehr Tauchen warst, Vorschrift ist jedoch nicht. Du solltest dir deine Tauchtauglichkeit allerdings alle zwei Jahre von deinem Hausarzt ausstellen lassen. Nach dem Überschreiten des 40. Lebensjahres solltest du dies jährlich machen.

Tauchschein verloren: Was tun?

Jede Tauchorganisation verfügt über eine Datenbank, in welcher alle Brevet-Besitzer eingetragen sind. Wenn du also deinen Tauchschein verloren hast, kann du dich entweder bei deinem Tauchlehrer oder deiner Tauchschule melden. Für ein paar Euro wird dir dann ein neuer ausgestellt. Selbstverständlich musst du dich vorher ausweisen und die Daten werden abgeglichen. Teilweise funktioniert dies auch online.

Kann man den Tauchschein umschreiben lassen?

Sollte deine Tauchschule den Verband wechseln, so ist ein einfaches umschreiben meist nicht möglich. Jedoch verliert dein Brevet nicht seine Gültigkeit. Solltest du in deiner Tauchschule das nächste Tauchschein Level erreichen wollen, so kannst du das ohne weitere Probleme tun. Bei Bestehen der dafür notwendigen Prüfung wird dein Tauchabzeichen dann geändert.

Welche Tauchorganisationen sind international bekannt?

Es gibt grundsätzlich vier große Tauchverbände, die international anerkannt sind. Diese sind:

  • CMAS – Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques – Sitz in Rom, Italien
  • NAUI – National Association of Underwater Instructors – Sitz in Florida, USA
  • PADI – Professional Association of Diving Instructors – Sitz in Kalifornien, USA
  • SSI – Scuba Schools International – Sitz in Wendelstein, Deutschland

Was kostet die Ausrüstung fürs Tauchen?

Die ABC-Ausrüstung, bestehend aus einem Schnorchel, einer Maske und Flossen, ist für den Tauchschein unbedingt notwendig. Fortgeschrittene Taucher benötigen darüber hinaus noch weiteres Equipment. Doch mit welchen Kosten musst du beim Kauf rechnen?

Für die ABC-Ausrüstung

Für fortgeschrittene Taucher

  • Bleigurt: ab 6 Euro pro Kilo
  • Kompass: ab 40 bis 80 Euro
  • Tauchlampe: 50 bis 150 Euro
  • Tiefenmesser: 70 bis 120 Euro
  • Neoprenanzug: 100 bis 150 Euro
  • Tauchcomputer: 150 bis 200 Euro
  • Sauerstoffflasche: 50 bis 150 Euro
  • Atemregler: 50 bis 300 Euro (fachmännische Beratung empfohlen)

Was kostet es eine Tauchausrüstung auszuleihen?

Alternativ zum Kauf einer Tauchausrüstung kann diese auch ausgeliehen werden. Dafür notwendig ist wie du bereits weißt, ein Tauchschein. Gerade im Urlaub kann dies sehr praktisch sein. Zum einen musst du komplette Tauchausrüstung dann nicht mitnehmen und zum anderen spart du auch noch bares Geld.

Für eine Komplettausrüstung pro Tag musst du mit Kosten zwischen 30 und 60 Euro rechnen. Allerdings solltest du bei den Angeboten immer alle Leistungen genau ansehen. Das gilt ganz besonders für die Extra-Kosten bei Beschädigungen.

Wissenswertes zur Tiefe beim Tauchen

Desto tiefer du im Wasser tauchst, desto höher ist auch der Wasserdruck, den dein Körper aushalten muss. Während der Ausbildung für den Tauchschein tauchst du deshalb maximal bis zu 18 Meter tief. Als Fortgeschrittener Taucher mit Tauchschein darfst du dann auch in den Tauchbasen bis zu 20 Meter in die Tiefe.

Ein Sporttaucher darf maximal 40 Meter tief tauchen. Jedoch hat ein solcher eine gute Ausbildung genossen und verfügt über das dafür notwendige Equipment. Der Weltrekord der Gerätetaucher wurde 2014 von Ahmed Gamal Gabr mit einer Tiefe von 332,25 Metern aufgestellt. Mit nur einem Atemzug konnte der österreicher herbert Nitsch im Jahr 2007 bis zu 214 Meter in die Tiefe. Bis heute rätselt die Medizin, wie solche Ergebnisse erzielt werden konnten.

Hinweis: Wenn du in nächster Zeit deinen Tauchschein machen möchtest, solltest du diese waghalsigen Experimente auf keinen Fall selbst ausprobieren. Dies kann ganz schnell, sehr gefährlich werden.

Interessante Fakten zum Tauchschein und Tauchsport an sich

Seit den 90ern hat das Tauchen einen regelrechten Boom erlebt. Ausschlaggebend dafür waren die modernen, technischen Errungenschaften sowie die gesunkenen Preise. Schätzungen zufolge werden in den USA jährlich 500.000 Menschen zum Gerätetaucher ausgebildet.

  • 1990 haben weltweit 400.000 Menschen einen Tauchschein bekommen
  • Bis 2002 hatten bereits 8,5 Millionen Menschen in der USA einen Tauchschein
  • 2013 haben weltweit bereits 900.000 Menschen einen Tauchschein gehabt
  • Heute gibt es mehr als 1.300 Tauchbasen in Deutschland, die mit einem Tauchschein besucht werden können

Fazit: Tauchen lernen lohnt sich!

Um in Deutschland tauchen gehen zu können, ist ein Tauchschein aus gesetzlicher Sicht nicht notwendig. Jedoch solltest du einen solchen absolvieren. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen. Es ist durchaus sinnvoll auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein. Zum anderen eröffnet dir ein Tauchschein jede Menge Möglichkeiten. Du kannst die Gemeinschaft in einem Tauchverein genießen und es ist dir möglich, Equipment einfach auszuleihen.

Darüber hinaus gewährt dir ein Tauchschein auch Zutritt zu den Tauchbasen auf der ganzen Welt, da er international anerkannt ist. In unserem Artikel haben wir dich über die Tauchschein Kosten, Tauchschein Voraussetzungen und Co. informiert. Wir hoffen deine Fragen beantwortet zu haben und wünschen dir viel Erfolg bei deiner Prüfung für den Tauchschein.

Quellen

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