Kitesurfen – Grundlagen, Tipps und Tricks

Kitesurfen Ratgeber und Tipps: Welches Board ist das richtige? Welche Ausrüstung wird benötigt? Wo darf man Surfen? – Erhalte die wichtigsten Infos über diesen Sport

Veröffentlich am: 30. September 2020 | Zuletzt aktualisiert am 22. Juni 2021

Autor

Janin Falkmann

Leidenschaftliche Wassersportlerin aus Hamburg

Das Kitesurfen ist eine Sportart, die aus der Notwendigkeit heraus geboren wurde, ein Windsurfen selbst ohne ausreichend Wind zu ermöglichen. Das Kitesurfen wie wir es heute kennen, gibt es seit den achtziger Jahren, obwohl die Möglichkeit der Fortbewegung auf einem Surfbrett mithilfe der Windkraft bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Mittlerweile handelt es sich dabei nicht mehr nur um ein Hobby, sondern um eine ernstzunehmende Sportart. Wie bei vielen anderen Sportarten auch, sind somit das richtige Zubehör sowie das notwendige Wissen unumgänglich, um sicher auf dem Wasser zu sein.

Dieser Ratgeber geht auf die wichtigsten Fragen im Bereich des Kitesurfens ein und bietet zusätzlich hilfreiche Tipps, die Anfängern aber auch Fortgeschrittenen dabei helfen sollen, diese Sportart besser zu meistern.

Häufig gestellte Fragen zum Kitesurfen

Inhaltsverzeichnis

Wir haben dir in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Fragen rund zum Thema Kitesurfen aufgelistet. Neben vielseitigen Informationen, erfährst du auch, welches Zubehör du benötigst, wo es sich am besten Surfen lässt und was du in puncto Sicherheit beachten musst.

Kitesurfen was ist das?

Es handelt sich dabei um einen Wassersport, bei dem man auf einem Surfboard mittels Windkraft angetrieben wird. Der Wind treibt dabei den am Surfboard befestigten Drachen an, der als Kite bezeichnet wird. Daher der Name der Sportart. Anders als beim gewöhnlichen Surfen, benötigst du beim Kitesurfen keine Wellen.

Wie viele Kitesurfer gibt es?

Weltweit gibt es derzeit circa 1,5 Millionen Kitesurfer.

Wie viele Kitesurfer gibt es in Deutschland?

Aktuell gibt es rund 50.000 aktive Kitesurfer in Deutschland.

Wer hat Kitesurfen erfunden?

Bereits im 20. Jahrhundert lies George Pocock seine Idee patentieren, bei dem er Schiffe sowie Wagen mit einem Drachen und mithilfe der Windkraft antrieb. Es war jedoch 1977, als Gijsbertus Adrianus auf die Idee kam, einen Drachen an seinem Surfbrett zu verbinden. Dies war demnach die Geburt des Kitesurfens.

Welche Vorteile hat das Kitesurfen?

Die gibt zahlreiche Vorteile beim Kitesurfens, was der Grund ist aus dem so viele Menschen Jahr für Jahr dem Sport beitreten.

Körperliche Vorteile

Kitesurfen eignet sich hervorragend zur Stärkung der Kernmuskulatur (Bauchmuskeln, mittlerer und unterer Rücken) und der unteren Körpermuskulatur (Po, Hüften und Oberschenkel). Das Training dieser Muskeln führt zu einem besseren Gleichgewicht und einer besseren Stabilität auf und neben dem Wasser, da die meisten Sportarten oder Aktivitäten auf starken und stabilen Kernmuskeln beruhen. Das Kitesurfen hilft auch dabei, deine körperlichen Fähigkeiten wie Augen-Hand-Koordination, Konzentration, Gleichgewicht, Reflexe und Reaktionszeit zu verbessern.

Geistige Vorteile

Beim Kitesurfen musst du dir zu 100 % bewusst sein, was um dich herum passiert: Es geht mehr darum, es zu fühlen als darüber nachzudenken. Daher ist Kitesurfen eine gute Übung für mehr Achtsamkeit. Ein ständiges Bewusstsein für die Umgebung zu bewahren hilft, unnötige Gedanken loszuwerden und sich von jeglichem Stress zu befreien (ähnlich wie bei jeder Art von Meditation).

Entscheidungskriterien vor dem Kauf

Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Modellen und Marken von Kites sowie der großen Auswahl an Equipment, ist es wichtig beim Kauf zu wissen, wonach man suchen muss. Auf diesem Grund findest du hier die wichtigsten Fragen, die du dir vorab stellen solltest.

Welches Kite soll ich kaufen?

Es werden auf dem Markt unterschiedliche Arten von Kites präsentiert, wie Bowkites, C-Kites, oder auch beispielsweise Deltakites. Für Einsteiger in diesem Sport eignen sich am besten Delta- sowie Bowkites. Einige Unternehmen führen mittlerweile auch Kombination unterschiedlicher Kites. C-Kites oder auch OpenC Kites sind eher etwas für erfahrene – oder Profisurfer.

Welche Kite Marken sind gut?

Einige der derzeit besten Hersteller, was die Qualität sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis von Kites betrifft, sind Gaastra, F-One, North, Spleene und Cabrinha.

Kitesurfen: Welche Boardgröße brauche ich?

Die Größe des Boards hängt von deinem Erfahrungsstand aber vor allem auch von deinem Gewicht ab. Du kannst dich als Einsteiger, was die Boardgröße betrifft, an der folgenden Tabelle orientieren. Beachte jedoch, dass auch ein größeres oder kleineres Board ideal sein kann demnach vom Einzelfall abhängt.

  • Bis 65 kg: 132 bis 135 cm Board
  • Bis 75 kg: 135 bis 138 cm Board
  • Ab 75 kg: 138 bis 145 cm Board

Material und Ausrüstung zum Kitesurfen

Du erfährst nun welches Equipment du fürs Kitesurfen allgemein und für unterschiedliche Situationen benötigst.

Welches Kite bei welchem Wind?

Die Regel lautet generell, dass du einen größeren Kite bei einer geringeren Windstärke benötigst und mit einem kleineren Kite bei stärkerem Wind auskommst. Aus diesem Grund besitzen erfahrene Kitesurfer mehrere Kits sowie unterschiedliche Boards, um somit die richtige Kombination je nach Windstärke auszuwählen.

Welcher Kite für Anfänger?

Bei der Auswahl des richtigen Kites gibt es unterschiedliche Dinge zu beachten. Zum einen zählt das Revier, auf dem du surfen möchtest. Dann wiederum spielt dein Körpergewicht eine Rolle. Generell ist das Surfen auf einem größeren Kiteboard mit einer Länge von rund 140 – 160 cm, einfacher und demnach für Einsteiger ideal. Was die Art des Boards betrifft, sind Bowkites am ehesten für Einsteiger in diesem Sport zu empfehlen. Sobald du etwas sicherer auf dem Board bist und eventuell auch bei stärkerem Wind fahren möchtest, käme ein kürzeres Freeride-Kiteboard mit einer Länge von bis zu 145 cm infrage.

Welches Kiteboard?

Welches du wählst, hängt davon ab, wie erfahren du im Kitesurfen bist und ob du eventuell einige Tricks machen oder besonders hoch springen möchtest. Anfänger kommen prinzipiell besser mit einem größeren Board aus. Erfahrene Surfer und Profis verwenden entsprechend kleinere Modelle.

Welches Kite Trapez?

Das Trapez ist das Verbindungsstück zwischen Kite und Kitesurfer. Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten: Das Sitztrapez und das Hüftrapez. Das Sitztrapez ist generell eher für Anfänger geeignet und wird aus diesem Grund auch vorzugsweise von Kiteschulen verwendet. Der Vorteil bei dieser Art von Trapez ist, dass man nur wenig Körperspannung benötigt, um das Kite aufzubauen. Der Grund dafür ist, dass der Zugpunkt nach unten verlagert ist. Achte beim Kauf eines solchen Trapezes darauf, dass es über ausreichend Polsterung an den Beinen verfügt. Sind die Gurte nämlich zu dünn und nicht gepolstert, können sie im schlimmsten Fall einschneiden.

Beim Hüftrapez hingegen befindet sich der Zugpunkt weiter oben. Dies erfordert entsprechend eine höhere Körperspannung. Beim Kauf ist es demnach wichtig, dass du ein Hüftrapez wählst, das perfekt sitzt.

Welcher Kite passt zu mir?

Bei einem Kite kommt es weniger auf das eigene Empfinden und viel mehr darauf an, welche Windstärke herrscht. Kleinere Kites sind ideal für Windstärken von rund 14 Knoten. Je stärker der Wind bläst, desto kleiner kann dein Kite sein. Andersrum muss es entsprechend größer sein, wenn geringere Windstärken von beispielsweise 7 – 10 Knoten herrschen.

Was kostet Kitesurfen?

Ein Board im neuen Zustand kostet zwischen 700 und 1000 €. Ein hochwertiges Kite samt Steuerkontrolle erhältst du für 800 – 1500 €. Beachte jedoch, dass bei guter Qualität das Equipment entsprechend lange hält.

Kitesurfen: Was braucht man?

Wenn du das Surfen in einer Kiteschule lernst, wird dir generell das benötigte Equipment zur Verfügung gestellt. Wenn du dir die Ausrüstung komplett selbst kaufen möchtest, gibt es dabei unterschiedliche Komponente, die du benötigst und dir im Folgenden aufgelistet werden.

Kite

Das Wichtigste beim Kitesurfen ist natürlich der Kite. Es handelt sich dabei um den „Drachen“, der am Board befestigt wird. Erfahrene Surfer besitzen unterschiedliche Kites, die sie, je nach Windstärke einsetzen. Je weniger Wind herrscht, desto größer sollte der Kite sein und umgekehrt.

Kiteboard

Dann wird selbstverständlich auch das Kiteboard benötigt. Es stehen viele unterschiedliche Boards zur Auswahl. Eine Möglichkeit ist ein Allroundboard zu wählen. Dieses ist nämlich in verschiedenen Situationen einsetzbar und dennoch einfach zu steuern. Erfahrene Surfer besitzen mehrere Boards.

Bar

Bei der Bar handelt es sich um die Lenkstange, die benötigt wird, um den Kite zu steuern. Zusätzlich zu der Bar kommen noch Leinen, die für gewöhnlich Teil des Lieferumfangs sind. Es ist wichtig, dass die Bar zum Kite passt, damit dieser perfekt ausbalanciert wird.

Trapez

Es handelt sich bei dem Trapez um eine Art Gürtel, der dazu dient das Kite zu halten. Das Trapez sorgt zudem dafür, dass sich die Kraft des Kites über deinen Körper auf das Board überträgt.

Helm

Ein Helm ist entsprechend notwendig, da dieser den Kopf bei möglichen Stürzen schützt.

Neoprenanzug

Ein Neoprenanzug ist wichtig, damit man beim Kitesurfen warm gehalten wird. Je kälter die Außentemperaturen sowie die des Wassers sind, desto notwendiger ist es, einen Neoprenanzug zu tragen. Bei höheren Temperaturen reicht es auch aus, wenn du ein Modell trägst, bei dem die Arme und Beine nicht komplett bedeckt werden. Diese Neoprenanzüge werden als Shorty bezeichnet.

Neoprenschuhe und -handschuhe

Diese solltest du im Herbst und Winter tragen oder auch im Frühling, wenn die Temperaturen noch etwas niedriger sind.

Prallschutzweste

Diese Weste dient dazu, den Oberkörper sowohl bei Stürzen zu schützen als auch bei Kälte zu wärmen.

Ohrschutz

Auch wenn das Kitesurfen prinzipiell ein sicherer Sport ist, sind Stürze, vor allem am Anfang, meist nicht zu verhindern. Ein besonders heftiger Sturz kann jedoch unter Umständen das Trommelfell beschädigen. Aus diesem Grund solltest du unbedingt einen Ohrschutz tragen. Dieser schützt die Ohren zusätzlich auch vor dem kalten Wasser und dem starken Wind.

Kitesurfen welches Board?

Die relevantesten Formen und Stile von Kiteboards sind die Twin-Tip-Boards, Light Wind Boards, Kite Surfboards und Folienboards. Das Twin-Tip ist das am häufigsten verwendete Kiteboard und kann in fast jeder Kiteboard-Disziplin eingesetzt werden. Es sieht aus wie ein traditionelles Wakeboard und verfügt normalerweise über Fußriemen und Polster. Die meisten Modelle mit zwei Spitzen weisen einen konkaven Boden auf, Kanäle, die das Wasser in eine bestimmte Richtung treiben und die Gesamtgeschwindigkeit erhöhen. Mit einer flachen, mittleren oder hohen Wippe zeigt die Doppelspitze einen geraden oder gekrümmten Umriss mit quadratischen oder abgerundeten Spitzen. Es ist eines der beliebtesten Boards für Freestyle-, Freeride-, Race- und Wake-Style-Kiteboarding.

  • Das Light Wind Kiteboard bietet mit seiner nahezu perfekten rechteckigen Form viel Fläche. Es ermöglicht dem Fahrer bei wenig Wind zu fliegen. Im Allgemeinen ist dieses Board etwas flacher, leichter und breiter als ein durchschnittlicher Twin-Tip. Es erzeugt auch weniger Luftwiderstand da sein Profil mehr Auftrieb erzeugt. Diese Kiteboards sind in der Regel teurer als ein Standard-Twin-Tip und auch die bessere Wahl für schwere Fahrer.
  • Das Wave Kiteboard ist das ideale Board für Fahrer, die die Brandung und die Wellen reiten und hochspringen möchten. Sie können mit oder ohne Fußgurte verwendet werden. Ein Wave Kiteboard ist jedoch im Allgemeinen kleiner, dünner und schmaler als ein Standard-Board.
  • Das Folien-Kiteboard ist das schnellste Board, das du findest. Dank seines hydrodynamisch gestalteten Flügels fliegt das Board über die Oberfläche des ruhigen sowie unruhige Wassers und eliminiert den Effektwiderstand. Es ist das ideale Board zum Fahren gegen den Wind und bei geringen Windverhältnissen. Das Folien-Kiteboard erfordert weniger körperliche Anstrengung und dreht sich schneller als jedes andere Kiteboard-Modell.

Welcher Kite zum Snowkiten?

Fürs Snowkiten eignen sich generell kleinere Kites besser. Eine Größe von 9 bis 12 Quadratmeter ist, je nach Körpergewicht, ideal. Auch kleinere Kites mit einer Größe von 5 bis 7 Quadratmeter können zum Einsatz kommen, wenn man erfahrener ist.

Welcher Kite für Mountainboard?

Landkiten ist der ideale Sport, für alle, die keinen Zugang zum Wasser haben. Landkiten ist dem Kitesurfen sehr ähnlich, da man ebenfalls ein Kite und ein Mountainboard verwendet. Landboards, auch als Mountainboards bekannt, sind robustere Skateboards mit größeren Offroad-Rädern, Stoßdämpfern und Fußschlaufen. Das Erlernen des Fliegens eines Trainer-Kites ist ein wesentlicher Schritt beim Landkiten mit Mountainboard. Trainer-Kites, manchmal kurz als Trainer bezeichnet, sind in der Regel zweilinige Folien-Kites mit einer Größe von 1,2 bis 3 m und werden mit einer Lenkerstange geliefert.

Welcher Kite zum Landboarden?

Das Landboarden ist Kitesurfen an Land. Aus diesem Grund besitzen die Boards zusätzlich Räder. Der Unterschied neben den Boards ist zudem, dass die untere Windgrenze niedriger ist. Aus diesem Grund werden meist größere Kites eingesetzt, um ausreichend Antrieb zu erhalten.

Welcher Kite zum Foilen?

Prinzipiell eignet sich jeder Art von Kite zum Foilen, selbst C-Kites. Wer jedoch beim Foilen noch nicht so geübt ist, sollte zu einem Freeride Tubekite greifen. Diese Art von Kite besitzt bei Wendungen nämlich weniger Druck und lässt sich einfach rückwärts starten, wenn geringe Windstärken herrschen.

Welche Kiteausrüstung für Anfänger?

Generell gibt es keine spezielle Ausrüstung, die sich nur für Anfänger oder auch für Profis eignet. Die Ausrüstung dient in den meisten Fällen dem Schutz während des Surfens und ist demnach für jeden, unabhängig des Erfahrungsstands, empfehlenswert. Zur Grundausrüstung zählen: Kite, Board, Bar, Trapez, Neoprenanzug und Kitepumpe (optional).

Welche Kite Pumpe?

Natürlich ist es am besten eine Pumpe zu besitzen, mit der der Kite schnell aufgeblasen ist, ohne dass viel Kraft eingesetzt werden muss. In solch einem Fall musst du darauf achten, dass die Pumpe über eine effiziente Luftabdichtung verfügt. Doppelhubpumpen haben beispielsweise den Vorteil, dass sie sich sowohl beim Auf- als auch Abpumpen aufblasen. Zusätzlich ist eine Sandfilterpumpe ideal, um Sand vom Ventil fernzuhalten. Bei größeren Kites empfiehlt es sich zudem darauf zu achten, dass die Pumpe mit ergonomischer Form und Griff ausgestattet ist.

Kitesurfen: Was soll ich anziehen?

Welche Kleidung du für das Kitesurfing benötigst, hängt von der Umgebungstemperatur aber auch der des Gewässers ab. Prinzipiell wirst du jedoch um einen Neoprenanzug nicht herumkommen. Zwingend erforderlich ist dieser bei einer Wassertemperatur von 21 Grad und weniger. Nur so bist du nämlich ausreichend vor der Kälte geschützt. Bei solch einem Anzug hast du zudem die Auswahl zwischen verschiedenen Modellen, bei denen entweder der gesamte Körper oder nur ein Teil des Oberkörpers sowie der Beine und Arme bedeckt ist. Letztere sind ideal, wenn eine Temperatur von 20 – 30 Grad herrscht.

Wann sollte ich meine Kite Leinen tauschen?

Es gibt prinzipiell keine einheitliche Vorschrift dahingehend, wann die Leinen getauscht werden müssen. Manchmal reicht es aus, sie nur einmal im Jahr zu tauschen und manchmal einmal halbjährlich. Es kommt immer darauf an, wie häufig du Kitesurfst beziehungsweise die Leine verwendest. Prinzipiell sollte Leine rund 100 – 150 Fahrten aushalten. Auch der Fahrstil hat eine Einwirkung darauf, wann eine neue Leine notwendig ist. Insgesamt ist jedoch empfehlenswert, die Leine mindestens einmal jährlich zu tauschen. Nur um sicherzugehen.

Kitesurfen: Wieviel qm braucht mein Kite?

Die Quadratmeteranzahl des Kites hängt von verschiedenen Faktoren ab. Generell ist es jedoch so, dass ein größeres Board mit einem kleineren Kite mit einer Fläche von beispielsweise 12 m² bessere Leichtwindeigenschaften besitzt, als ein größeres Board mit einem großen Kite mit einer 18-m²-Fläche. Je größer das Board demnach ist, desto kleiner kann das Kite sein und umgekehrt.

Was sind die besten Kite Leinen?

Die besten Leinen fürs Kitesurfen haben eine hohe Bruchlast von 300 bis 500 kg, verwenden im Kern hochwertiges Spectra- oder Dyneema-Material, haben das höchste Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht/Durchmesser und die beste Abriebfestigkeit. Sie sollten außerdem von einem führenden Seilhersteller gesponnen, vorgespannt und beschichtet sein. Du kannst gebrauchsfertige Ersatzleinen-Sets von den meisten großen Herstellern erhalten. Alternativ kannst du eine Linie von ausreichender Qualität in loser Schüttung beziehen und diese dann selbst mit Schlauch- und Spleißwerkzeugen fertigstellen und zusammenbauen. Beachte jedoch, dass dies ausreichend Erfahrung benötigt.

Kitesurfen lernen und Techniktipps

Der folgende Abschnitt behandelt alle Punkte, die du über das eigentliche Kitesurfen wissen musst, vor allem in puncto Sicherheit.

Wo kann man Kitesurfen?

Das Kitesurfen ist prinzipiell auf jeder Art von Gewässer möglich, auf der es nicht explizit verboten ist. Wichtig ist immer nur, dass ausreichend Wind vorhanden ist. Selbst bei geringer Windstärke kann man jedoch mit einem entsprechend großen Kite surfen.

Wo Kiten lernen?

Auch. wenn man sich das Kitesurfen prinzipiell selbst beibringen kann, ist es empfehlenswert, zu einer sogenannten Kiteschule zu gehen. Diese verfügen nämlich über kompetente Lehrer, die einem das Kitesurfen sicher beibringen, unabhängig des Erfahrungsstands. Zudem wird einem meist auch das notwendige Zubehör während der Unterrichtszeit gestellt, sodass man nicht sofort in ein Kite oder ein Bord investieren muss.

Wo Kitesurfen?

Generell eignen sich Meere sowie Binnenseen am besten fürs Kitesurfen. In Deutschland bieten sowohl die Ostsee als auch die Nordsee viele geeignete Spots zum Kitesurfen an. In diesen Orten herrscht vor allem viel Wind und Strömung, was beides gute Voraussetzungen sind. An beiden Orten findest du auch eine große Anzahl an Kiteschulen, an denen du das Kitesurfen erlernen kannst.

Kitesurfen wie schnell lernen?

Wie schnell man Kitesurfen lernt, hängt generell immer von der Person selbst abhängig. Für gewöhnlich solltest du jedoch die Grundlagen innerhalb von 6 – 12 Stunden beherrschen. Oftmals sind Menschen auch ein Naturtalent und beherrschen es bereits in weniger als 6 Stunden. Beachte jedoch, dass du auch nach dem du prinzipiell Kitesurfen kannst, dennoch ausreichend Übung benötigst, bevor du beispielsweise auf Gewässern mit einer starken Strömung oder bei hohen Windtemperaturen fahren kannst.

Kitesurfen wie lange braucht man?

Die Kurse dauern für gewöhnlich nicht länger als 5 – 7 Tage. In dieser Zeit werden dir alle Grundlagen beigebracht. Es gibt zudem sogenannte Schnupperkurse, die nur wenige Stunden dauern und dir einen kurzen Einblick in den Sport gewähren.

Wieviel Knoten zum Kitesurfen Anfänger?

Bei 7 – 10 Knoten besteht eine ausreichende Windstärke zum Kitesurfen, die dennoch nicht zu stark für Anfänger ist. Wer das Kitesurfen jedoch gut beherrscht, auch als Einsteiger, wird bei rund 13 – 14 Knoten den größten Spaß haben.

Kitesurfen wieviel Knoten?

Generell benötigt man mindestens sieben Knoten, um überhaupt vorangetrieben werden zu können. Bei 50 Knoten ist die Windstärke wiederum zu hoch, um überhaupt Kontrolle über Kite und Board zu haben. Alles dazwischen ist demnach möglich und demnach eine Erfahrungs- sowie Geschmackssache. Profis fahren jedoch bei einer Stärke von 30 – 40 Knoten.

Kitesurfen wie hoch kann man springen?

Der aktuelle Rekord liegt bei 27,5 m. Demnach ist alles bis zu dieser Höhe möglich. Bei höheren Windgeschwindikeit kann man entsprechend auch höher springen. Generell ist die Höhe eine Sache der Erfahrung und des Trainings. Anfänger werden entsprechend noch nicht so hoch wie erfahrene – oder Profi-Kitesurfer springen können.

Kitesurfen wie geht das?

Kitesurfen ist ein windbetriebener Oberflächenwassersport, bei dem sich ein Drachen, Kite genannt, und ein Surfbrett über das Wasser bewegen. Du nutzt die Kraft des Windes, um dich als Fahrer über das Wasser zu treiben. Die aufblasbaren Teile des Kites helfen dabei, die Form zu halten und ermöglichen es dem Kite, zu schweben. Je nach Windstärke und Größe des Fahrers werden verschiedene Kitegrößen verwendet.

Die verwendeten Boards sind überwiegend symmetrisch. Je größer die Oberfläche eines Boards ist, desto weniger Kraft wird benötigt, um es auf dem Wasser zu heben. Daher werden größere Boards von Anfängern verwendet, sodass sie nicht so viel Kraft im Kite benötigen, um es sicherer zu halten. Obwohl der Name der Sportart das Wort ,,Surfen‘‘ beinhaltet, braucht Kitesurfen keine Wellen, der Wind ist die einzige Kraft, die benötigt wird, um dich voranzutreiben. Flachwasserstandorte werden aus diesem Grund von Fahrern bevorzugt, da das Wasser ruhig ist und sich leichter starten und landen lässt.

Kitesurfen wie viel Wind?

Die Windgeschwindigkeit wird generell in Knoten angegeben, wobei ein Knoten 1,852 km/h entsprechen. Für Anfänger eignet sich am besten eine Geschwindigkeit von 7 – 10 Knoten. Dies ist nämlich ausreichend, um sich einfach auf dem Wasser fortzubewegen, aber auch nicht zu stark, sodass einem die Kontrolle über das Kite oder das Board erschwert wird. Profis surfen häufig bei einer Geschwindigkeit von 30 Knoten, was für Anfänger viel zu stark ist. Bei bis zu 40 Knoten ist das Surfen noch möglich. Ab 50 wird es auch für Profi-Kitesurfer zu schwierig.

Ab wieviel Knoten Kitesurfen?

Unabhängig des Erfahrungsstands ist das Kitesurfen ab sieben Knoten möglich. Ab 20 wird es für die meisten, vor allem erfahrene Kitesurfer, interessant. Beim Kitefoilen werden mindestens acht Knoten benötigt.

Ab wann kann man Kitesurfen?

Kitesurfen ist bereits für Kinder ab einem Alter von acht Jahren möglich. Vor allem Kinder von 8 – 12 stecken noch in der Entwicklung, was ihre motorischen Fähigkeiten sowie die Beweglichkeit betrifft und besitzen dadurch die besten Voraussetzungen, um diese Sportart zu erlernen.

Ab wann alleine Kitesurfen?

Man sollte sich erst ganz alleine aufs Wasser begeben, wenn man sich mit dem Kitesurfen ausreichend auskennt und demnach beispielsweise eine Kiteschule besucht hat. Was das Alter betrifft, ist ein alleiniges Kitesurfen ab acht Jahren möglich.

Ist für das Kitesurfen eine Versicherung notwendig?

Generell ist in Deutschland aus gesetzlicher Sicht keine Versicherung notwendig. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine Versicherung in bestimmten Fällen hilfreich sein kann. In manchen Ländern gibt es durchaus Orte, in denen aber auch eine Haftpflichtversicherung notwendig ist. Diese Art von Versicherung deckt nämlich jede Art von Schaden ab, die man während des Surfens an Materialien anderer Personen verursacht. Für Personen die oft reisen, kommt eventuell auch eine Reiseversicherung in Betracht, da diese Beschädigung, Diebstahl oder auch Verlust jeglichen Equipments abdeckt.

Ist das Kitesurfen leicht zu lernen?

Ja. Diejenigen, die bereits Erfahrung im Surfen, Drachenfliegen, Snowboarden, Windsurfen oder Wakeboarden haben, haben natürlich einen Vorteil. Aber auch ohne diese Vorkenntnisse und Erfahrungen ist das Kitesurfen schnell zu erlernen. Dennoch wird empfohlen auf jeden Fall von einer Kiteschule Gebrauch zu machen und sich nicht ganz ohne Kenntnisse und ohne einen Experten aufs Wasser zu wagen.

Sind Erfahrungen im Drachensteigen hilfreich?

Zu wissen, wie man mit dem Kite umgeht, ist der wichtigste Aspekt beim Kitesurfen. Zu lernen, wie der Kite in verschiedenen Situationen reagiert, ist die Grundlage für das Kitesurfen. Vorkenntnisse sind jedoch nicht nötig, können aber hilfreich sein. Das Ziel ist es nämlich, dass du irgendwann nicht mehr auf den Kite schauen musst, um zu wissen, wo er sich befindet.

Was ist der Unterschied zwischen Windsurfen und Kitesurfen?

Kitesurfen ist zuallererst ganz anders als Windsurfen und bietet dem Fahrer mehr Herausforderungen. Zum Beispiel kann ein Fahrer mit den richtigen Fähigkeiten und der richtigen Ausrüstung in nur 10 bis 12 km/h Wind kitesurfen. Sobald 15 km/h erreicht sind, können einige Kitesurfer mit dem Springen beginnen. Beim Windsurfen hat man bei einer Geschwindigkeit von weniger als 24 km/h normalerweise keinen Spaß. Zudem brauchen Windsurfer Wellen, um sie in die Luft zu befördern. Kitesurfer können vom flachen Wasser springen und trotzdem eine gute Höhe erreiche.

Kann ich Kitesurfen, wo es andere Windsurfer oder Wasserskifahrer gibt?

Ja. Kitesurfen kann auf jedem größeren offenen Wasser durchgeführt werden, auf dem der Wind nicht von Gebäuden, dichte Bäume usw. beeinflusst wird. Wenn du jedoch ein Anfänger bist, ist es am besten, sich von Menschenmassen und Booten fernzuhalten, um Verletzungen für dich und andere zu vermeiden.

Ist das Kitesurfen sicher?

Seit der Erfindung des Sports wurde der Sicherheit von Kites große Aufmerksamkeit geschenkt. Auch wenn es bei den anfänglichen Modellen vereinzelt Probleme gab, sind heutzutage alle Kites serienmäßig mit Sicherheitssystemen ausgestattet. Kitesicherheitssysteme, mit denen der Fahrer die Kraft freisetzen kann, Kite-Leinen und Sicherheitstraining haben dazu beigetragen, den Sport so sicher wie möglich zu machen. Insbesondere die neuesten Modelle, die seit den letzten Jahren erhältlich sind, überzeugen durch eine sehr hohe Qualität.

Es gibt jedoch zwei Punkte, die du generell beim Kitesurfen beachten solltest:

  • Verwende immer die neueste Ausrüstung. Achte zudem darauf, dass diese in einem sehr guten Zustand ist.
  • Stelle sicher, dass du alle Anweisungen befolgst, einschließlich der ordnungsgemäßen Verwendung der Sicherheitssysteme.

Gibt es ein maximales Alter fürs Kitesurfen?

Prinzipiell nicht. Es kommt beim höheren Alter immer darauf an, wie fit die Person noch ist, sowohl körperlich als auch geistig. So gibt es durchaus Personen über 80, die nicht nur Kitesurfen, sondern es gerade erst erlernen. Am besten ist es einfach zu einer Kiteschule zu gehen und sich von den Experten beraten zu lassen.

Letzte Aktualisierung am 27.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.