Dein großer Kanu Ratgeber

Was sind die Unterschiede zwischen Kanu, Kajak und Kanadier? Worauf solltest du vor dem Kauf achten und welche sind emfpehlenswert?

Veröffentlich am: 14. September 2020 | Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2021

Autor

Janin Falkmann

Leidenschaftliche Wassersportlerin aus Hamburg

Erholung und Erlebnis vereint im Kanufahren Erholung und Abenteuerlust passen nicht zusammen? Nicht beim Kanufahren! Hier werden gleich mehrere Elemente miteinander vereint und der ganze Körper wird dabei trainiert. Ganz gleich ob Familie oder ein Abenteurer auf eigene Faust: beim Kanufahren kommt jeder auf seine Kosten. Es lässt sich schnell erlernen und zudem fördert es das Herz-Kreislauf-System. Anspruch, Erholung und Erlebnis sind Elemente vom Kanufahren. Somit sollte es unbedingt auf die To-do-Liste kommen; es ist allemal einen Versuch wert!

Doch bevor es für dich losgeht folgen einige Fragen und Antworten, damit du bestens gerüstet bist für deine erste Abenteuerfahrt mit dem Kanu. Das Kanufahren ist schließlich eine Sportart und seit 1936 ist es Teil der olympischen Disziplinen.

Der kleine Allrounder zum Aufblasen

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Fragen und Antworten rund um das Kanu

Ab wann darf man Kanu fahren?

Das Treiben auf dem Kanu ist sehr familienfreundlich und erfreut sich folglich einer großen Beliebtheit unter Familien. Eine offizielle Altersbeschränkung gibt es nicht. Es gelten jedoch einige Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen für Säuglinge und Kinder.

Säuglinge sollten grundsätzlich nur auf kleinere Touren mitgenommen werden, unter Aufsicht einer Person, die nicht Paddeln muss. Zudem haben Säuglinge als auch Kinder kein Gefahrenbewusstsein und können plötzlich zur Seite Ausscheren und vom Kanu ins Wasser fallen. Aufsicht ist somit von essenzieller Bedeutung. Selbstverständlich gilt es auf eine entsprechende Schwimmweste zu achten als auch auf ausreichenden Sonnenschutz.

Was sind No-Gos bei der Mitnahme von Säuglingen im Kanu?

Gefahren sollten keinesfalls unterschätzt werden, auch wenn dies ein familienfreundlicher Sport ist! Anderenfalls kann aus Spaß sehr schnell ernst werden.

Zu den No-Gos zählen experimentelle Vorrichtungen am Boot, wie zum Beispiel das Anbringen eines Autositzes am Boot. Dieser wird im Notfall das Boot an den Wassergrund ziehen.

Auch eine Kindertrage gehört nicht in ein Kanu und stellt ein hohes Gefahrenpotenzial für das Neugeborenen dar. Solltest du mit dieser Trageschalle ins Wasser fallen, besteht die Gefahr des Ertrinkens für das Baby. Des Weiteren gehören Babyschalen auch zur No-Go-Liste und sind somit auch tabu.

Seid ihr diesbezüglich mit einem Kanadier unterwegs, so gilt: Der Säugling darf nicht auf dem Schoß gehalten werden, weil es zu einer ungünstigen Gewichtsverlagerung kommt, aufgrund der hohen Sitzposition. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Kanu umkippt.

Wann sollte ich keine Kinder mitnehmen?

Ist das Gewässer zu unruhig, so gilt es vorsichtig zu sein und gegebenenfalls keine Tour mit Kindern zu unternehmen. Hier ist Feingefühl gefragt und es kann im Einzelfall entschieden werden, inwieweit das Kind fähig ist mitzufahren. Es spielen Faktoren wie Alter und Erfahrung eine Rolle. Du solltest im Bewusstsein dessen handeln, dass Kinder, wie bereits erwähnt, ein unausgeprägtes Gefahrenbewusstsein haben.

Bist du noch selbst Anfänger? Dann solltest du keinesfalls Kinder mitnehmen, denn die Mitfahrt im Kanu empfiehlt sich nur für Kinder, wenn eine erfahrene Person dabei ist. Die Folgen einer Selbstüberschätzung können fatal sein!

Aber die Tour mit der Familie steht auch in Abhängigkeit zum Wetter. Ist es stark am Regnen und bahnt sich ein Gewitter an, so sollte die ganze Familie die Tour mit dem Kanu verschieben.

Kanu welche Schuhe? Welche Schwimmweste für Kanu?

Es ist wichtig das adäquate Schwimmwesten vorhanden sind, sodass diese altersgerecht sind. So gibt es beispielsweise spezielle Schwimmwesten für Säuglinge, Kinder bis hin Schwimmwesten für Hunde. Schwimmwesten sind für alle Pflicht, denn selbst erfahrene Schwimmer haben teilweise Probleme sich über Wasser zu halten. Sie schützen zusätzlich vor Kälte.

Das Schuhwerk sollte unbedingtleicht sein und wasserabweisend, wie zum Beispiel Sandalen. Anderenfalls laufen diese bei einem Sturz voll und erschweren das Schwimmen kolossal. Wanderschuhe als auch Turnschuhe sind tabu.

Es gibt spezielles Schuhwerk fürs Paddeln, wie zum Beispiel Neoprenschuhe. Diese sind dehnbar und gut isoliert. Doch bedenke bei Neoprenschuhen, dass diese auf dem Land wiederum gefährlich sein können, wegen der schlechten Bodenhaftung.

Welches Kanu für Familie?

Hast du bereits selbst Erfahrung im Kanu fahren und möchtest deine Familie mitnehmen, so kannst du auf ein Kanu aus der Bauform „Canadier“ zurückgreifen. Mit diesen kannst du genügend Proviant und Ausrüstung mitnehmen und es ist Platz für die ganze Familie.

Kajaks hingegen sind ungeeignet, weil diese nur für ein bis zwei Personen konzipiert sind.

Was heißt Kanufahren auf Englisch?

Das Wort „Kanu“ entstammt dem englischen Sprachraum und hat einen identischen Wortlautwie im deutschen Sprachraum, nämlich „canoe“.
Handelt es sich um British English, so bezieht sich das Wort nicht nur auf den allgemeinen Begriff „Kanu“, sondern kann sich auch auf einen Kajak beziehen. Deshalb werden Kanus im British English mit einem Wortzusatz versehen, sodass Kanus auch „open canoes“ oder „canadians“ genannt werden. Damit können Kajaks von den Kanus sprachlich differenziert werden.

Kanu wieviel km pro Stunde?

Die Frage ist vor allem für Sportler interessant, die weitere Wegstrecken mit dem Kanu zurücklegen möchten. Denn mithilfe einer durchschnittlichen Geschwindigkeit können die in Abschnitte unterteilt werden als auch besser koordiniert werden.

Die genaue Geschwindigkeit ist abhängig vom Kanu Typ und von den Bedingungen, bzw. der Strömungsstärke etc. Deshalb können nur grobe Richtwerte gegeben werden, die eine Orientierungshilfe darstellen, nicht aber den tatsächlichen Werten entsprechen müssen.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt bei einem Kajak bei ca. 5 km/h. Dieser Wert bezieht sich auf einen Kanufahrer mit moderater Erfahrung. Paddler mit höheren Erfahrungswerten und einem höheren Fitnesslevel können Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 6 km/h und 7 km/h erreichen.

Zur Motivation: Was ist die schnellste Geschwindigkeit, die je mit einem Kanu erreicht worden ist? Brandon Nelson hat diesbezüglich einen Weltrekord aufgestellt und ist durchschnittlich mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h gepaddelt. Er hat dabei eine sagenhafte Strecke von 244,4 km zurückgelegt im Jahre 2013. Diese Leistung ist im Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen worden.

Kanu wieviel km pro Tag?

Dies könntest du errechnen, indem du deine durchschnittliche Geschwindigkeit kennst und anhand einer Kanu Gewässerkarteberechnest, wie weit du – mit Pausen – kommen könntest. Es hängt stark von deinem Können ab und deiner körperlichen Fitness, wie weit du tatsächlich kommst.

Im Groben lässt sich anhand gängiger Erfahrungswerte sagen, dass Anfängerca. 10 km bis 15 km am Tag zurücklegen können. Konträr dazu schaffen geübte Paddler bereits 30 km bis 50 km pro Tag.

Je besser deine Technik und dein Rhythmus, desto weiter wirst du es schaffen! Längere Strecken bei Kanutouren sind somit realistisch, sodass deinem Abenteuer nichts im Weg steht!

Doch welches Kanu für Flüsse benutzen, wenn diese eine starke Strömung haben? Hier eignen sich ausschließlich Kanus der Baureihe „Kajak“.

Kanu welche Muskeln werden trainiert?

Kaum eine Sportart beansprucht so viele Muskelgruppen gleichzeitig, wie das Kanufahren! Du absolvierst somit ein Ganzkörpertraining, denn beim Kanufahren, werden nahezu alle Körperregionen, bzw. Muskelgruppen beansprucht. Neben dem Ganzkörpertraining entspannt sich Körper und Geist, weil du schöne Landschaften passierst. Kanu Wandern ist Sport und Erholung zugleich.

Doch welche Muskeln werden hauptsächlich beansprucht? Der Schwerpunkt in der Beanspruchung liegt bei den Armen, den Schultern als auch den Bizeps. Kanufahren ist auch dafür bekannt den Rücken zu stärken, denn auch die Rumpfmuskulatur wird beansprucht.

Kanu vs. Kajak Unterschied beider Varianten

Kanu ist ein allgemeiner Begriff, der sich auf alle Bauarten bezieht, wie zum Beispiel den Kajak oder dem Candier.

Kajak ist folglich eine bestimmte Bauart vom Kanu. Ein Kajak ist von der Bauweise schmaler und hat eine geschlossene Bauart mit einer Sitzkabine. Auf Gewässern ist dieser sehr wendig und schnell zugange, wobei die Kippstabilität,aufgrund der schmalen Bauweise, schlecht ist.

Kanu

  • ausgestreckte Beine
  • oft offen
  • Familientauglich

Kajak

  • schmal
  • geschlossen
  • wendig
  • schnell
  • ausgestreckte Beine
  • kippt leicht
  • Doppelpaddel

Kanadier

  • Sitzbänke
  • aufrecht sitzend
  • angewinkelte Beine
  • Stechpaddel
  • vollständig offen
  • etwas breiter
  • 2 oder mehr Personen

Zusätzlich gibt es den Canadier, der eine bessere Stabilität im Wasser aufweist, aufgrund der breiteren Bauweise. Er hat eine höhere mögliche Zuladungslast und ist deshalb besonders für Familien geeignet. Es gibt genügend Stauraum und es findet sich Platz für bis zu 4 Erwachsene.

Kanu wie paddeln?

Schließlich willst du bestimmt wissen: Wie geht Kanufahren? Doch bedenke: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Koordination dürfte anfangs schwerfallen, je nach Paddeltechnik oder Kanu. Idealerweise hast du einen Einweiser vor Ort, der dir die Basic erklärt. Doch dies ist nicht unbedingt nötig, notfalls kannst du auch selbst den Dreh herauskriegen und so funktioniert es:

Für den Beginn solltest du ein ruhiges Gewässer aussuchen, um eine Überforderung zu vermeiden. Gegebenenfalls kannst du dich beraten lassen, um die für dich passende Strecke zu finden, die deinem Können entspricht.

Schließlich gilt es sich für ein Kanu zu entscheiden. Es gibt Kajaks, in denen du dich sitzend mit einem Doppelpaddel fortbewegst und den Canadier. Im letzteren nimmst du eine kniende Position ein und bewegst dich mit einem Stechpaddel fort.

Kajaks sind besonders schnell und wendig, während Canadier besonders familienfreundlich sind, aufgrund besserer Platzverhältnisse.

Beim Kanufahren mit dem Canadier wird das Paddel knapp über Kopfhöhe gehalten, sodass Ober- u. Unterarm einen 90-Grad-Winkel bilden. Das Paddel wird vorne ins Wasser gesetzt und am Boot entlang geführt.

Der Körpergeht bei der Bewegung mit, um nicht nur die Unterarme zu belasten. Dabei werden die Seiten bei einem Einzelpaddel stets gewechselt.

Möchtest du wenden, so kannst du einen Bogenschlag machen, indem du das Paddel noch weiter vorne ansetzt und mit dem Paddel einen Bogenum die Körpermitte machst.

Welche Paddellänge Kanu?

Vermeide extreme Maße, wie zum Beispiel ein zu langes oder zu kurzes Paddel. Möchtest du flache Gewässer mit einem Kajak durchstreifen, so reicht eine Länge von 2,10 m bis 2,30 m. Bei Faltboten solltest du auf ein Paddel mit einer Länge von 2,40 m zurückgreifen. Bei einem Canadier gilt die Faustregel: Körpergröße minus ca. 30 cm.

Kanu: Wie viele Personen können mitfahren?

Hier kommt es auf das Modell an. Wie zuvor erwähnt, gelten Canadier als familienfreundlich, denn hier passen nicht nur viele Personen ins Boot. Es bietet zudem genügend Stauraum. Es passen in einen Canadier bis zu vier erwachsene Personen oderzwei Erwachsene mit vier Kindern.

Kajaks sind bezüglich der Personenanzahl nur beschränkt empfehlenswert, sofern es um Familienausflüge geht. Kajaks gibt es für Einzelpersonen oder auch für zwei Personen. Ausführungen, die drei oder vier Personen zulassen, bilden eher die Ausnahme und sind selten.

Welches Kanu passt zu mir?

Hier gibt es keine Pauschalantworten, aufgrund der vielen Einsatzmöglichkeiten vom Kanu. Deshalb solltest du dich bei der Suche fragen: Welche Gebiete werde ich anfahren und wie ist der Schwierigkeitsgrad? Sind es reine Sportaktivitäten oder Familienunternehmungen?

Sobald du ungefähr weißt, wie dein Einsatz aussieht, kannst du dich eingehender mit den verschiedenen Kanus befassen.

Bist du eher der sportliche Typ, der auf der nach Abenteuern ist? Dann wirst du mit Kajaks dein Kanu finden. Kajaks sind schneller und wendiger. Damit kannst du schwierige Gewässer befahren mit einer schnellen Strömung.

Im Kajak sitzt du stabil, weil es eine geschlossene Bootsvorrichtung hat mit einer Sitzluke. Mit dem Kajak kannst du sogar Künststücke machen, wie das „Eskomotieren“. Es handelt sich um eine Rolle durchs Wasser.

Bist du eher der bequeme Typ, der mit mehreren Personen unterwegs ist? Canadier werden dafür sorgen, dass weite Streckensicher und bequem zurücklegt werden können. Es gibt genügend Platz, denn im Gegensatz zu Kajaks, haben Canadier eine offene Konstruktion. Sie sind zusätzlich kippsicherer auf dem Wasser, aufgrund der breiteren Bauweise.

Kanu oder Kajak – Was ist besser?

Im Grunde genommen gibt es kein besseres Kanu; es gibt lediglich Kanu Bauarten, die für bestimmte Bereiche und Einsätze konzipiert sind. Deshalb wäre es irreführend und falsch von „schlecht“ oder „gut“ zu sprechen.

Ein Kajak ist ideal für abenteuerlustige, die den Nervenkitzel lieben, weil dieses klein und wendig ist. Ein Kanu der Baureihe Candadier eignet sich hervorragend für mehrere Personen, bzw. Familien. Ein Canadier bietet Platz für bis zu vier Erwachsene und hat eine gute Kippstabilität, aufgrund der breiten Bauweise.

Welches Kanu für Anfänger

Bist du Neueinsteiger und hast keinerlei Erfahrung, dann empfiehlt es sich mit einem Kajak anzufangen, auch wenn Canadier besseren Halt im Wasser haben. Zum einen liegt dies in der Tatsache begründet, dass Kajaks einfacher zu transportieren sind und zudem die Paddeltechnik wesentlich einfacher zu erlernen ist.

Bei einem Kajak wird ein Doppelpaddel verwendet, sodass die Grundtechnik innerhalb kürzester Zeit erlernt werden kann. Bei einem Canadier erweist sich eine gerade Fortbewegung schwieriger, weil es sich nur um ein Paddelblatt handelt, welches zur Fortbewegung verwendet wird.

Doch falls du nicht allein üben wirst, dann kommt für dich unter Umständen nur der Canadier infrage. Sofern du mit deiner Familie diesen Sport betreiben möchtest, bist du auf den Canadier angewiesen. Nur Canadier bieten genügend Platz für Kinder, sodass ein Kajak ausgeschlossen ist.

Schließlich kann es trotzdem sein, dass für dich ein Canadierbesser geeignet ist, selbst wenn du allein anfängst zu üben. Vielleicht wird dir die Kippstabilität besonders gut gefallen bei einem Canadier, die bei einem dünnen Kajak nicht gegeben ist. Du kannst letztlich selbst ausprobieren, welches Kanu dir eher zusagt. Und das wichtigste: Es muss dir Spaß machen und darauf kommt es an!

Welches Kanu kaufen / Entscheidungskriterien

Worauf achten beim Kanu Kauf? Mittlerweile bist du mit den Vor- und Nachteilen der Kanu Bauweisen vertraut, sodass diesbezüglich keine weitere Auskunft vonnöten ist. Doch beim Kanu welches Material verwenden? Je nach Budget, kannst du ein Kanu mit einem hochwertigen Material kaufen, was selbstverständlich mit Vorteilen einhergeht.

Möchtest du anfangs nicht viel Geld investieren, so kannst du dir ein Kanu kaufen aus Gummihaut, bzw. ein Schlauchboot. Es lässt sich schnell und einfach transportieren und liegt im kleineren Preissegment.

Hier gibt es Abzüge hinsichtlich der Stabilität und auch die Einsatzbereiche sind stark eingeschränkt. Worauf beim Kanu achten, wenn es aus Gummi ist? Es gilt unbedingt auf das zulässige Gesamtgewicht zu achten, um ein Kentern zu vermeiden. Des Weiteren lassen sich damit Strömungen mit schwer einsehbaren Hindernissen nicht bewältigen. Schlauchboote sind für ruhige Gewässer konzipiert.

Schließlich gibt es Kanus aus Holz, also das gängige Material, aus denen ein Kanu hergestellt wird. Es ist robust und die Haltbarkeit ist demensprechend besser konträr zu Schlaubooten. Die Preise liegen im mittleren Preisniveau und können je nach Ausführung und Größe pendeln.

Sofern ein höherer Preisbereich kein Hindernis darstellt, gibt es Kanus aus Aluminium, die besonders stabil sind. Des Weiteren gibt es sogar Kanu Varianten aus dem Material Carbon. Carbon ist für seine Leichtigkeit und Stabilität bekannt.

Woher kommt das Kanu?

Das heutige moderne Kanu geht zurück auf die primitive Bauweise von sogenannten Einbaumbooten. Dabei wurde ein ganzer Baumstamm verwendet, bzw. zurecht geschnitzt, um über dem Wasser zu gleiten. Erste Funde gehen weit zurück von 6000 bis 4000 v. Chr. Wissenschaftler haben diese in Schottland entdeckt. Indigene Völker Asiens als auch Amerikas haben verschiedene Ausführung von Einbaumbooten konzipiert, doch wirklich salonfähig haben es die Briten gemacht.

Durch die Briten konnte sich erst der Kanusport entwickeln, wie wir ihn heute kennen. Erste Eindrücke und Impressionen, die leitführend für den Bau waren, haben die Briten jedoch von den Ureinwohnern Amerikas.

Offenbar hat das Kanufahren nicht nur einen funktionellen Zweck erfüllt, denn es schien den Briten auch Spaß zu machen. Infolge dessen haben die Briten im 16. und 17. Jahrhundert die ersten Kanus nach Europa transportiert. Dort erfreute sich das „Flusswandern“ einer fortwährenden Beliebtheit.

Was anfangs kurios und befremdlich gewirkt hat in Europa, hat sich zu einem regelrechten Trend entwickelt. Das Kanufahren wurde zusätzlich „befeuert“ mit dem Buch „A Thousand Miles in the Rob Roy Canoe on Rivers and Lakes of Europe“. Dieses wurde im Jahre 1866 von John MacGregor veröffentlicht. John MacGregor war ein Reiseschriftsteller und Anwalt, der als Pionier gilt, wenn es um die Verbreitung des Kanus geht.

Wieviel wiegt ein Kanu?

Das Gewicht wird nicht selten außer Acht gelassen oder auch unterschätzt, was wiederum zu Schwierigkeiten hinsichtlich des Transports und des Handlings führt.

Durchschnittlich wiegen Kajaks ca. 15 kg bis 30 kg. Wie du bereits weißt, gibt es Kajaks aus Carbon, die zwar teurerer sind, aber ein geringeres Gewicht aufweisen.

Doch wieso ist das Gewicht so wichtig für dich als Anfänger? Bist du beispielsweise alleine unterwegs und hast einen Kajak der 30 kg wiegt, wirst du schnell die Vorzüge einer leichten Bauweise zu schätzen wissen. Denn du musst das Boot selbst zum Wasser ziehen als auch auf dem Auto sichern. In den 30 kg ist zudem nicht das Gewicht von der Ausrüstung mit einberechnet. Deshalb solltest du dir definitiv Gedanken über das Gewicht machen.

Sollte ein Kajak mal umkippen, kann es sich ebenfalls als Vorteil erweisen, eine leichte Bauweise zu haben. So kann es ohne Weiteres wieder aufgerichtet werden, auch wenn Wasser in die Sitzkabine eingelaufen ist.

Das Gewicht vom Kajak ist nicht nur abhängig vom Material, sondern auch von der Länge des Kanus. Deshalb solltest du auch für die Länge ein Augenmerk haben, um das passende Boot zu finden.

Wie kann ich ein Kanu transportieren?

Je nach Bedarf hast du verschiedene Möglichkeiten ein Kanu zu transportieren. Günstige Schlauchboote stellen beim Transport kein Problem dar und lassen sich schnell in ein kleines Format zusammenfalten. Doch selbst bei einem größeren Kanu aus Holz gibt es hinreichend Möglichkeiten des Transportes.

So kannst du dir einen Fahrradanhänger kaufen und profitierst zudem noch von der Möglichkeit das Fahrrad direkt ans Wasserufer zu transportieren. Heutige Kanu Fahrradanhänger sind für alle Szenarien konzipiert, sodass selbst die Fahrt über Sand kein Problem darstellt, aufgrund spezieller Rollen. Mit dem Fahrrad profitierst du von der Flexibilität und kannst damit jedes Ufer anfahren. Lediglich die Distanz könnte zum Problem werden und einen Transport mit dem Auto vonnöten machen.

Fahrradanhänger, die das Siegel „Made in Germany“ haben, erweisen sich als besonders robust und qualitativ hochwertig. Zwar haben diese einen wesentlich höheren Preis, punkten jedoch in der Praxis mit Stabilität und Funktionalität.

Schließlich geht es über zum Kanu Dachträger und dem Transport mit dem PKW. Die Anbringung des Kanus am Autodach erweist sich als Herausforderung, insbesondere bei Kajaks, die besonders lang sind. Für den Transport auf dem Dach braucht es zwei Dachgepäckträger. Doch Vorsicht: Es können schnell Kratzer entstehen! Deshalb sollte die Auflagefläche ausreichend gepolstert werden.

Das Fahrzeug darf mit der Ladung nicht breiter als 2,55 Meter sein und die Höhe von 4 Metern darf nicht überschritten werden. Beachte jedoch, dass Im Ausland andere Bestimmungen und Maße gelten als in Deutschland.

Das Kanu sollte mithilfe von zwei Personen auf das Dach befördert werden. Auch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen. Achte darauf, dass das Boot nicht zu eng angeschnallt wird, um Beschädigungen am Kanu zu vermeiden.

Wie viel kg hält ein Kanu aus?

Die Anzahl an diversen Baureihen ist groß, deshalb solltest du unbedingt die Angaben des Herstellers zurate ziehen. Wichtig für dich ist zu wissen, dass es nicht nur auf das Gewicht ankommt, sondern auch auf die Gewichtsverlagerung. Deshalb sollten Kinder nicht auf dem Schoß transportiert werden, weil dadurch im Kajak die Kippstabilität verschlechtert wird. Ein Kanu aus Holz hat grundsätzlich ein hohes Traggewicht.

Je nach Modell kann bei einem Candier eine Zuladung in Höhe von bis zu 500 kg zugelassen sein.

Konträr dazu haben Kajaks ein bei Weitem geringeres Zuladungsgewicht. Schließlich sind diese grundsätzlich nur für eine Person ausgelegt und bieten weniger Fläche. Die maximale Zuladungslast liegt bei ca. 160 kg.

Doch beachte stets die Angaben des Herstellers, um spätere Probleme infolge einer Überladung zu vermeiden.

Überraschenderweise haben auch Schlauchboote eine beachtliche Traglast, dabei wiegen die Schlauchboot nur einen Bruchteil dessen, was Kanus aus Holz wiegen. So haben einige Schlauchboote eine mögliche Zuladung von bis zu 48ß kg. Das Schlauchboot selbst wiegt jedoch nur 25 kg, je nach Modell.

Wichtig ist, dass du bei allen Kanu Varianten nicht nur das Körpergewicht einkalkulierst, sondern auch die Ausrüstung mit einbeziehst, um die Kippstabilität nicht zu gefährden.

Wie viel kostet Kanufahren?

Kanufahren ist eine verhältnismäßig günstige Sportart, denn es gibt viele Vereine als auch Dienstleister, die Boote zu fairen Konditionen tagweise verleihen. Zudem gibt es eine große Angebotsvielfalt in verschiedenen Regionen, wie zum Beispiel dem Kanuverleih Wannsee. Es gibt dem Verleih Kanu Altmühltal, Kanu Lübbenau, Kanu Potsdam als auch Kanu Fahren Spreewald. Die Auswahl ist groß und der Preis klein.

Möchtest du hingegen ein eigenes Kanu Boot erwerben, so hast du selbstverständlich mit höheren Kosten zu rechnen. Ein Kanu der Baureihe „Canadier“ kostet ca. 750 € bis 2.500 €.

Kajaks liegen im unteren Preisbereich, infolge der kleineren Bauweise. Die Kosten liegen schätzungsweise zwischen 300 € bis hin 2000 €.

Je nach Material und Ausführung können die Preise abweichen, bzw. noch höher ausfallen.

Welches Kanu mit Hund?

Grundsätzlich kannst du deinen Vierbeiner sowohl im Canadier mitnehmen als auch im Kajak, wobei es beim Kajak eine besondere Herausforderung ist, infolge der schmalen Bauweise.

In erster Instanz solltest du deinen Hund den Kajak beschnuppern lassen und gegebenenfalls etwas Futter reinlegen, um dem Kajak seine bedrohliche Wirkung zu nehmen. Zudem ist eine Hundeschwimmweste Pflicht, selbst wenn dein Hund ein guter Schwimmer ist. Schließlich weiß du nicht, wie die Schwimmleistung deines Hundes in Notsituationen ist. Zusätzlich solltest du deinen Hund stets vorne sitzen lassen, damit du ihn im Blick hast. Wichtig ist auch zu wissen, wie du deinen Hund während der Tour beruhigen kannst, falls dieser Tiere oder Wassersportler anbellt.

Letzte Aktualisierung am 27.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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